22. Juli 2014

Danke! Oder: Der Boden unter meinen Füßen

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, manchmal ist das Leben ja doof. Dann zieht es einem den Boden unter den Füßen weg und am liebsten würde man nur noch weglaufen. Geht aber nicht. Der Boden ist ja schließlich weg. Und wenn weglaufen nicht geht, dann muss man sich festhalten...an dem, was man hat. Und heute möchte ich einfach mal DANKE sagen, weil ich Freunde habe, die mir die Möglichkeit geben, mich festzuhalten. An unseren Freundschaften und an der Gewissheit, nicht alleine zu sein.


Liebe Fee, danke für das Eis am Phoenixsee, Deine Schlabberbuxe und für Deine Sicht auf die meine Dinge. Danke für den anderen Blickwinkel und Deine letzten Kraftreserven. Danke, dass Du es immer wieder schaffst, meinen Gedanken ein "Aber" entgegen zu setzen, ohne dass es mich kränkt oder verletzt. Auch wenn ich Deine Denkanstöße manchmal einfach nicht in die Tat umsetzen kann, kommen sie trotzdem in meinem Schädelchen an! Ich glaube, ich kenne niemanden außer Dir, der Verstand und Gefühl so gut miteinander verbinden kann. Das macht Deinen Rat sehr wertvoll für mich. Du haust mir manchmal Sachen um die Ohren, die mir sonst wahrscheinlich niemand drücken würde, bist dabei aber so liebevoll, dass ich mich nie angegriffen fühle. Danke, dass Du da bist, auch wenn Du selbst ganz alle bist.


Heidi, Du bist ein kleines Wunder für mich. Du bist genauso doof wie ich und das sorgt dafür, dass ich mich in meinen allerbescheuertsten Momenten nur halb so bescheuert fühle. Du hast eine unglaubliche Kraft und manchmal frage ich mich, ob Du sie vom Mond oder so hast importieren lassen. Wenn ich mich zum 20. Mal im Kreis drehe, drehst Du Dich mit und Dir wird noch nicht mal kodderig dabei! Du nennst mich Deine Wahlschwester und gibst mir ein zweites Zuhause, das momentan vielleicht sogar mein erstes Zuhause ist. Du nimmst mir mein schlechtes Gewissen und sperrst Deine Tür so sperrangelweit für mich auf, dass ich immer wieder mit einem guten Gefühl hindurchgehen kann. Du sagst mir immer wieder "Wir schaffen das!" und dass Du "wir" und nicht "du" sagst, gibt mir einen Halt, den ich bisher nicht kannte. Danke. Mehr als das. Aber mir fällt leider keine Steigerung ein.


Berit, Du beklopptes Huhn! Wie oft muss ich lauthals über Deine Sprachnachrichten lachen!? Weil sie so trocken und unverblümt sind, weil Du mit einer solchen Selbstverständlichkeit einen Klopper nach dem anderen raushaust und manchmal denke ich, dass Dir das gar nicht bewusst ist. Das Blatt, das ich mir ab und an anstandshalber vor den Mund halten möchte, liegt bei Dir schon längst auf irgendeiner Duisburger Müllkippe. Deine nüchterne Art erdet mich in Phasen wie dieser, weil Du für das, was ich in 500 emotionsgeladenen Worten sage, 5 klare und logische Sätze findest. Mein Wirrwarr klingt in Deinen Worten viel einfacher und das tut gut. Du gibst mir immer wieder irgendwelchen Ablenkungsinput, ohne dass es wie "Boah Alte, lass ma über was anderes reden!" wirkt. Danke, dass ich mit Dir schnoddern kann, dass Du, obwohl wir uns erst Ende letzten Jahres angefreundet haben, schon jetzt so eine tolle Freundin bist. Danke für das, was Du mir letzte Woche gesagt hast, als Du aus meinem Auto ausgestiegen bist. Danke, dass Du mich so siehst wie Du mich siehst!


Ellen, wir hatten schon so miese beschissene Zeiten miteinander. Fanden uns doppelt und dreifach ätzend und wollten uns middm Popo nicht mehr angucken. Wir haben übereinander gelästert und uns auf die höchsten Rosse weit und breit gesetzt, um aufeinander herabzugucken. Dass wir trotzdem die Kurve gekriegt haben und jetzt wieder befreundet sind, bedeutet mir unheimlich viel. Wir kennen unseren potentiellen "Kotzbröckchen-Grad" und mögen uns trotzdem. Du bist eine ganze Ecke jünger als ich, aber manchmal habe ich das Gefühl, Du bist 10x schlauer und hast weitaus mehr Lebenserfahrung als ich. An Punkten, an denen ich denke, dass es auf keiiiiinen Fall weitergehen kann, dass alles vergebens und im Eimer ist, zauberst Du 5 sagenhaft lebensnahe Ratschläge aus Deinem Hirnchen als wäre es das Leichteste von der Welt. Danke dafür! Gestern hast Du gesagt "If it's not a 'HELL YEAH!', it's a 'FUCK NO!'". So ein kleiner Satz, aber doch ist er bei mir eingeschlagen wie eine Bombe! Danke für den Platz auf Deinem Sofa, in Deinem Garten, neben Newtons großer Schnauze. Danke, dass Du Dir meinen Schmodder reinziehst, auch wenn wir nach unserer "Kotzbröckchenzeit" eigentlich erst mal wieder viel schönere Momente miteinander teilen sollten.


Julius, Du bist irgendwie mein Spiegel. Wir gucken uns an, sagen 2 Sätze und der andere sagt "Jo, kenn ich. Kenn ich genau SO!". Ich fühle mich von Dir unheimlich verstanden und auch wenn wir gemeinsam immer noch nicht herausgefunden haben, warum alles so ist wie es ist, gibt es mir sehr viel, zusammen mit Dir darüber nachzudenken. Danke, dass Du Dich immer wieder zwischendurch bei mir meldest und an mich denkst. Wir können nebeneinander sitzen und einfach die Klappe halten, weil wir wissen, dass der andere ja eh weiß was Ambach ist. Danke, dass Du schon zu Uhrzeiten am Start bist, zu denen alle anderen noch schlafen. Zwar weißt Du oft keinen Rat - wie auch?! Dein Hirnchen tickt ja genauso panne wie meins - aber es reicht vollkommen, wenn Du sagst "Ja, ich weiß!". Weil ich weiß, dass Du es wirklich weißt...und nachfühlen kannst.

So. Das war jetzt alles ziemlich sehr persönlich, aber nachdem ich hier letztens eine große Rede zum Thema "Mut zur Ehrlichkeit" gehalten habe, dachte ich, ich traue mich das einfach mal. Außerdem soll man ruhig mal so laut wie möglich DANKE sagen, wenn es angebracht ist. Und das ist es. 

Während ich all das nun geschrieben habe, ist mir der Gedanke gekommen, dass der Boden unter meinen Füßen vielleicht gar nicht weg ist. Meine Freunde sind der Boden und das ist ein sagenhaft schönes Gefühl. Ich bin froher als froh, dass es Euch in meinem Leben gibt.

So. Datt wars. Für heute.

Merke: "Kommse nicht drüber, kommse nicht dran vorbei...
musse durch!"

10. Juli 2014

App, App, Hurra!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, von Zeit zu Zeit stelle ich Euch hier spannende Apps zur Fotobearbeitung vor und - wer hätte es gedacht?! - heute isset mal wieder soweit! Schließlich sollt Ihr auch was von meiner "Oh! Eine neue Foto-App? Kann die was?! Jaaa, die kann was!"-Sucht haben. Also...ich präsentiere proudly: die Kringel-um-alles-rum-machen-und-zwar-voll-kiki-ohne-Photoshop-App! In Fachkreisen nennt man sie auch BubbleFrame und ich bin ihr seit letzter Woche - kringelingeling - absolut verfallen.

So. Das Tolle an der App ist, dass sie viel mehr kann als einfach nur Kringelgedöns. Und datt zeig ich Euch jetzt! Aaaalso...

  • Ihr könnt so viele Kreise übereinander legen wie es Euch beliebt und ihre jeweilige Position bestimmen.
  • Ihr könnt die Rahmen beschriften und die Schrift drehen und wenden wie Ihr wollt. Dabei stehen Euch wirklich viele tolle Schriftarten zur Verfügung.
  • Aber Ihr könnt auch eigene Schriften importieren!
  • Den Abstand, in dem die Buchstaben zueinander stehen sollen, kann man einstellen.

  • Ihr könnt selbst entscheiden wie nah sich die Schrift am Kreis befinden soll. Bei dem folgenden Beispiel habe ich sie zum Beispiel in den Rahmen hineinragen lassen.
  • Den Kreisen könnt Ihr ganz nach Belieben einen der vielen Hintergründe verpassen, die die App anbietet.
  • Oooooder Ihr wählt aus Euren eigenen Fotos einen Hintergrund aus.
  • Den Kreisen könnt Ihr übrigens jede beliebige Farbe geben.


  • Und falls Ihr Kreise doof findet, könnt Ihr auch einfach ihre Form verändern.
  • Was die Schrift angeht, ist es nicht nur möglich, um die Kreise herum zu schreiben, sondern man kann die Worte auch neben den Bildern platzieren und ihren Winkel bestimmen.


  • Die Rahmen könnt Ihr natürlich auch individuell gestalten. Ob mit Schatten oder ohne, ob er verschwimmen soll oder nicht - Ihr habt die Wahl.
  • Eure Fotomotive könnt Ihr innerhalb der Rahmen anpassen: vergrößern, verschieben und den besten Bildausschnitt wählen.

  • Besonders pfiffig finde ich, dass man den ganzen Spaß nicht nur mit Fotos, sondern auch mit Videos machen kann. Hab ich natüüüürlich auch ausprobiert...


Merke I: Wenn man die App installiert, kann man sich zu Beginn
ein gutes Tutorial angucken, damit man nicht wie Ochs vorm Berge steht.

Merke II: Auf den ersten Blick (und vor allem ohne das Tutorial) könnte sich kurzzeitig eine kleine Äh-wie-geht-das?-Verwirrung einstellen.
Aber glaubt mir, es ist echt voll kiki!


8. Juli 2014

Eine Haldenschaukel und der Single des Jahres

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, vor Kurzem habe ich auf Facebook schon davon berichtet, dass sich im Ruhrgebiet ein fieser Verbrecher herumtreibt, der arglistig Schaukeln abschneidet. Es handelt sich dabei aber nicht um irgendwelche Schaukeln, sondern um die grandiosen "LET LOVE GROW"-Schaukeln von Svenja. Diese Svenja ist als vorbildliche Guerilla-Schaukel-Aktivistin im Ruhrgebiet unterwegs, verpasst besonderen POTTplätzen mit selbst angefertigten Holzschaukeln ein wundervolles Glücklichmacherprädikat und sorgt damit vor allem für eins: dass tolle Orte NOCH toller werden!


Im letzten Jahr tauchte zunächst eine ihrer Schaukeln an der Essener Korte Klippe auf: An langen Seilen konnte man mit dem Baldeneysee zu Füßen mitten im Grünen schaukeln (KLICK!).


Dann sprach sich eine Schaukel am Steeler Ruhrufer in Essen herum, doch ehe ich ihr meine Aufwartung machen konnte, kam der Verbrecher vorbei und machte "Schnipp, schnapp, Schaukel ab!". Auch auf dem Essener Weihnachtsmarkt tauchte eins ihrer Schaukelschätzchen auf und sorgte für kleine Glücksmomente. Aber dann verlor sich die Schaukelspur wieder...zumindest für mich. Als der Coolibri vor 2-3 Wochen dann ein Bild von einer der LET LOVE GROW-Schaukeln vorm Bochumer Bergbaumuseum auf Instagram postete, war klar: Da muss ich hin...und zwar zackig! Aber zackig war nicht zackig genug, denn der Verbrecher war mal wieder schneller gewesen. Keine 24 Stunden hing sie dort und als ich angetrabt kam, war schon wieder Ende im Schaukelgelände.


Aber in der letzten Woche wurde dann plötzlich gemunkelt, dass Svenja dem Bottroper Tetraeder ihre Schaukel-Ehre erwiesen habe. Also nahm ich wieder meine Beinchen in die Hand und bin losgerast...und diesmal kam ich nicht zu spät!

Ich erzähle Euch ja nix Neues, wenn ich sage "Halde gut, alles gut!", aber die Wahrheit dieser Aussage flasht mich wirklich selbst jedes Mal aufs Neue...vor allem dann, wenn sie sich noch so formidabel mit einem Sonnenuntergang paart...


Auf der Plattform angekommen ("Jaaaaaaa! Sie hängt nooooch!"), mussten wir natürlich erst mal jemanden von der Schaukel vertreiben: "Ey, geh wech!" "Hömma, die Sonne ist fast weg und wir wollen sooooo gerne Fotos davon machen wie wir im Sonnenuntergang schaukeln. Könnten wir vielleicht...?!"

Ich habe keine Ahnung was wir gemacht hätten, wenn der nette Kerl "Och. Nö!" geantwortet hätte. Aber der nette Kerl war nett und ließ mich sofort auf die Schaukel hopsen. Naja. So ganz stimmt das nicht. Mit einem Hops hätte ich es nämlich gar nicht auf die Schaukel geschafft, weil sie ganz schön hoch hängt. Es brauchte schon meinen Begleiter Stefan und eine Räuberleiter, um das gute Teil zu erklimmen...


So. Jetzt würde ich gerne behaupten, dass ich dort selig in schönster Stille mit dem Ruhrgebiet zu meinen Füßen geschaukelt hätte. Die Wahrheit ist aber die, dass von der Skihallen-Halde "feinste" Après-Ski-Musik herüberschallte und so schaukelte ich tatsächlich "Atemlooooos durch die Naaaacht...". Aber selbst diese Tatsache konnte das Glücksgefühl absolut nicht vereiteln!


Während ich hier tippsel, weiß ich nicht, ob die Schaukel nicht bereits wieder von irgendwelchen doofen Verbrechern eliminiert worden ist. Am Sonntagabend hat allerdings noch jemand ein Schaukelfoto live vom Tetraeder auf Instagram gepostet. Es besteht somit Anlass zur Hoffnung! Also macht Euch auf den Weg und erkundet die Sachlage und wenn Ihr Glück habt, hat die Sachlage vielleicht noch immer eine Runde Schaukelglück für Euch in Petto. Und glaubt mir: Die Kombination Kulisse - Aussicht - Ruhrpott - Schaukel ist einfach der Oberoberooooberhammer! 


Ach so, ein ernstzunehmender, sachdienlicher Hinweis: Dackelt nicht alleine dorthin, denn Ihr braucht definitiv jemanden, der Euch auf die Schaukel hilft. Außerdem muss dieser Jemand Euch auch noch anschubsen, denn die Schaukelseile sind soooo lang, dass man selbst kaum bis gar nicht in Schwung kommen kann. Aber wenn Ihr diese Hürden überwunden habt, isset traumhaft...und zwar sehr!

Und jetzt mache ich etwas, was ich noch nie gemacht habe: Ich stelle Euch Stefan - meinen werten Anschubser - vor! Stefan ist nämlich Single und findet das doof. Und weil ich Stefan mag und ihn lang genug kenne, um zu wissen, dass er kein dösköppiger Hallodri ist, kann ich ihn Euch mit gutem Gewissen an Euer vielleicht geneigtes Herzchen legen.


Stefan ist 31 Jahre alt, wohnt in Essen, hat nen anständigen Job und gut was inner Birne. Er quasselt gerne, findet Oberflächlichkeiten langweilig und macht sich gut und gerne um alles Mögliche nen Kopp...was meiner Meinung nach eine sehr positive Eigenschaft ist. Mit dem netten Herren ist gut lachen, spazieren gehen und reisen, denn Stefan ist gerne viel unterwegs...ob im Ruhrgebiet oder in den Bergen oder am Meer. Er ist ne ehrliche Haut und weder auf Mund noch Kopp gefallen und selbst WENN Ihr Euch mit ihm treffen solltet und Euch NICHT verknallt, dann könnt Ihr in ihm vielleicht auch einfach einen guten Freund finden (...schadet ja auch nicht, ne?!). Aber wenn Ihr mich fragt...verknallt Euch lieber, denn meiner Meinung nach ist er dafür ne echt gute Adresse. (Und wenn er das hier liest, fällt er wahrscheinlich vor Schock ins Koma, denn wir haben zuletzt vor Moooonaten mal darüber gesprochen, dass ich hier auf meinem Blog mal einen kleinen Aufruf für ihn starten könnte. Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht, ob ihm so klar war, dass ich das tatsächlich ernst gemeint habe!)

So. Stefan kennen lernen? Dann schreibt ihm eine reizende Mail aaaaan eintoptyp ät yahoo.de! Ich bin sicher, dass er sich freut.

Merke: Schaukeln und Halden sind eine unschlagbare Kombination!

2. Juli 2014

"Ich liebe Dich, obwohl Du scheiße bist" - ein Blick in mein Schlafzimmer

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, in den letzten Wochen glich mein Schlafzimmer einer Abstellkammer. Nein, schlimmer! Es glich einer Abstellkammer zzgl. meines Kofferraums, der leider THE TRUE Abstellkammer meines Lebens darstellt. (Ich habe mittlerweile aufgegeben, mich dagegen zu wehren. Mit manchen Lastern muss man sich schließlich einfach abfinden.) Jedenfalls konnte es mit meiner Schlafstätte nicht länger so weiter gehen, also habe ich mich mal ein bisskn am Riemen gerissen und das Zimmer wieder zu einem Raum gemacht, den ich gerne betrete. So gerne sogar, dass ich Euch das heute unter die Nase reiben will. 

Das Schlafzimmer ist ein total privater Raum, der niemanden was angeht?! Pfff, find ich nicht. Seit jeher darf mein Besuch bei mir zu Hause überall ein- und ausgehen. Naja, nur die Abstellkammer schließe ich immer ab, weil sie direkt neben der Wohnungstüre liegt und schon so mancher Gast beim Verlassen der Wohnung die falsche Klinke in der Hand hatte und sich dann mein monströses Gerümpel-Elend antun musste.

Jedenfalls ist ein Bett für mich nur ein Bett und so lange ich nicht nackig drin liege, kann ich das auch zeigen. Also hereinspaziert!


Die gute Audrey schleppe ich schon seit ewig und drei Tagen durch die Lande. Eigentlich handelt es sich dabei gar nicht um ein Bild, sondern um einen Paravent, in den ich einfach an der Seite Haken zum Aufhängen gebohrt habe. Ein entsprechendes Bild in dieser Größe wäre wahrscheinlich auch wesentlich kostspieliger gewesen und hätte mich niemals als Geburtstagsgeschenk erfreuen können.

In Sachen Pflanzen habe ich ein ähnliches Händchen wie beim Backen. In meiner Welt ist Backen der Teufel und ich hab noch jede Pflanze tot gekriegt! Deshalb ist es für mich ein echtes Wagnis, mir in diesem Jahr die Fensterbank im Schlafzimmer mit Grünzeuchs vollzustellen. Aber Kakteen und Sukkulenten sind zum Glück gnädige Schätzekens...


Apropos Schätzekens: Die tollste Schlafzimmer-Deko sind übrigens mit Abstand meine Katzen, zumindest dann, wenn sie mir nicht gerade aufs Bett pinkeln. Dass Katzen nicht sprechen können, bedauere ich in diesem Kontext sehr. "Hallo, wir sind so knatschig, dass wir Dir gleich aufs Bett pinkeln, wenn Du nicht sofort a) das Katzenstreu wechselst b) uns den Rücken kraulst c) 10kg Futter spendierst oder d) die Balkontür aufmachst!" fänd ich als Vorwarnung zumindest theoretisch ziemlich fair. 


Die Wand, die dem Bett gegenüber liegt, ist momentan meine liebste Wand in der ganzen Wohnung. Das liegt in erster Linie daran, dass sich dort liebgewonnene Geschenke tummeln...


Oben links hängt ein Druck aus dem Hause Knallbraun, den mir die liebe Mo im letzten Jahr mit der Überraschungspost geschickt hat, nachdem ich auf meinem Blog ein paar Drucke von ihr verlost hatte. Das Männeken, dessen Shirt sich mit dem Wort "überglücklich" ziert, mochte ich aufgrund seiner Penishaftigkeit sofort: Da baumelt nämlich nicht nur ein Pimmelchen zwischen den Beinen rum, sondern auch die Nase hat formidable Penisqualitäten. Das klingt komisch?! Tja, ist trotzdem so.

Die große Katze ist ein Geschenk von Berit und ihrem Freund, der das Bild für mich zu meinem letzten Geburtstag gemalt hat. Sie erinnert mich an eine Mischung aus Mathilde Dosenfänger und der Kosmo-Katze...beides Figuren aus der schönen, alten Kinderserie Dr. Snuggles.

Und die schwatte MEOW-Katze hat mir Heidi geschenkt. Sie bildet den Grundstein für meine kleine Katzenkunstsammlung.

Habt Ihr den kleinen Bilderrahmen unten rechts bemerkt? Darin befindet sich ein Schriftstück von Heidis Sohn, das er mir zu Weihnachten geschenkt hat...


Ursprünglich waren diese Zeilen für Heidi gedacht und erreichten sie per Whatsapp, als wir gemeinsam irgendwo in nem Restaurant hockten. Und weil ich diese Aussage eines damals 8jährigen für ein sagenhaftes Kompliment halte, hat er sie mir im letzten Dezember in schönster Krakelschrift geschenkt. 

Mal ganz im Ernst: Das ist doch das Schönste, was man gesagt bekommen kann, oder? "Hömma, ich hab all Deine Macken aufm Schirm, aber ich liebe Dich trotzdem". Hach!

Liebe ist ein gutes Stichwort, denn ich liebe meine paez-Schuhe! Und ich finde immer noch, dass paez mich zum hoch bezahlten Markenbotschafter machen sollte...

So. Kommen wir zum Kleiderschrank! Wenn Ihr wüsstet was das für ein altes Möhrchen ist! So oft ist er schon mit mir umgezogen und pfeift deshalb nur noch aus dem letzten Loch. Aber ich mag mich einfach nicht von ihm trennen...


Als ich noch in Bonn gewohnt habe, habe ich ein ganzes Wochenende damit verbracht, die Türen mit Stoff zu betackern. Aber weil das Holz an fast allen Stellen zu hart war, habe ich irgendwann die Tackernadeln mit nem Hammer reingekloppt. Und was soll ich sagen?! Der Stoff hält wie ne 1, nur das Grundgerüst macht schlapp. Es handelt sich dabei übrigens um zwei RAKKE-Schränke von IKEA, die schon unlängst ausm Programm genommen wurden. Andernfalls hätte ich mir wahrscheinlich doch mal zwei neue Exemplare zugelegt, um dann wieder die alten Türen einzuhängen, denn den Stoff gibt es mittlerweile auch nicht mehr und ich habe mich in all den Jahren noch nicht an ihm satt gesehen. Besonders im Kontrast zu den schwarz-weißen Kissen mag ich ihn sehr!

Dass der Kleiderschrank zu einem Bücherregal mutiert ist, ist übrigens nur eine Notlösung gewesen, denn ich wußte einfach nicht mehr wohin mit meinen ganzen Bildbänden. Bis vor einigen Jahren habe ich nämlich mit großer Begeisterung Interiorbücher gekauft. Ich wollte uuuursprünglich sogar mal Interior-Blogger werden, aber das ist eine andere Geschichte.


Ha! Die Lampe und das Fenster, das sich in ihr spiegelt, wollte ich schon zig mal auf Instagram posten, weil ich mich über diese Spiegelung beim Aufwachen immer so freue. Aber bisher hatte ich einfach noch kein anständiges Foto davon zustande gebracht.


Noch mal zurück zur Katzenkunstsammlung! Das Bild zur Rechten hat mir Fee geschenkt und ich verbinde sehr viel damit: Zum Einen zeigt es den Titel eines meiner liebsten Lieder von Florence and the Machine und zum Anderen erinnert es mich an einen gemeinsamen Konzertbesuch mit Fee. Florence live ist einfach der HAMMER! Ich war selten oder gar nie von irgendjemandem ein echter Fan, aber auf diesem Konzert bin ich fast vor Ehrfurcht geplatzt! So eine tolle Stimme und so eine sagenhafte Ausstrahlung! Aber das Bild sagt noch mehr, denn ich war lange mit meinem eigenen Leben nicht sehr glücklich. Das hat sich zum Glück unlängst geändert und die Zeilen "The dog days are over" erinnern mich immer wieder daran, dass das Leben schön sein kann, wenn man (hahaha...tolle Überleitung!) "LIVE WHAT YOU LOVE" so gut es geht befolgt. Das Holzschild habe ich letztes Jahr in Holland gekauft, als ich mir ganz allein mit mir einen Tag Meer gegönnt habe.


Auch das hölzerne Sternchen-Windlicht stammt aus Holland, allerdings steht das schon ein paar Jährchen länger bei mir rum und gelangt meist nur im Winter in den Genuss von Kerzenschein. Und Batman? Batman geht immer! Das Bild ist übrigens Teil meiner "Monster, Freaks und Helden"-Serie, die ich normalerweise auf Holz ziehe. Das Polaroid hat per Origrami seinen Weg aus Australien zu mir gefunden. Falls Ihr mit dem Gedanken spielt, Eure Instagrambilder als Polaroids drucken zu lassen, sei Euch Origrami laut und deutlich ans Herz gelegt. Vergleichbare deutsche Anbieter haben es qualitativ einfach nicht richtig drauf. Da lohnt sich die lange Wartezeit bis das australische Päckchen endlich eintrudelt wirklich sehr. (Auf einen neuen Schwung warte ich jetzt schon gute 3 Wochen. Aber wie gesagt: gerne!)


Den POTT-Becher habe ich irgendwann mal auf Facebook gepostet und schnell wurden Fragen laut: "Woheeeer? Woheeeeeeeeeer?". Tja, selbst gemalt, aber wenn ich mich recht erinnere, hat ihn Heidi für mich fertig gemalt, weil ich mit nem Stift in der Hand einfach rein gar nix Anständiges zustande bringe. Aber trotzdem spiele ich seit Ewigkeiten mit dem Gedanken, mal einen ganzen Blogpost nur mit gemalten Krickelkrakelbildern online zu stellen, weil das vielleicht so hässlich wäre, dass es schon wieder lustig sein könnte. Was meint Ihr?!


Aber zurück zum Thema! Wie haltet Ihr es mit Eurem Schlafzimmer? Ein geheimer Ort? Abstellkammer oder Wohlfühlzimmer? Habt Ihr ein Lieblingsdekostück und was macht Euer Schlafzimmer für Euch gemütlich?

Merke: Das Bild "The dog days are over" gibt es auf Fees Blog
als Freebie zum Download!

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