20. August 2014

Wenn es regnet, mach Konfettiregen draus!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, eine ganze Zeitlang hab ich immer gesagt: "Meine Augen haben ne eingebaute Kamera - nur leider ohne Auslöser". Soll heißen: Ich sitze im Auto oder laufe durch die Pampa und in meinem Gehirn macht es ständig "klick, klick, klick", weil ich alles mögliche als Fotomotiv scanne und es dann auch noch in das für Instagram übliche quadratische Format bringe.


Mit der Zeit hat das genervt. Einfach mal spazieren gehen, ohne automatischen Motivscanner im Schädelchen? Unmöglich! Und weil mein Hirnchen nun mal keine Fotos drucken kann, hab ich dann meistens (also fast ununterbrochen) meine Kamera oder mein Handy am Anschlag.

So. Diese kleine Zwangsstörung hat sich aber in den letzten Monaten klammheimlich davon geschlichen. Und was soll ich sagen? Das fand ich auch irgendwie doof. Und deshalb befinde ich mich jetzt wieder im Training. Erste Etappe: ein Spaziergang am Baldeneysee mit ganz viel "klick, klick, klick". Und mit Konfetti. Schließlich muss man n bisskn nachhelfen, wenn das Wetterchen so - mit Verlaub - "behindert" ist...


Das Gute an Pfützen sind ja Pfützen. Ja, das meine ich genau so! Pfützen sind toll. Auch ohne Gummistiefel und wilde Wasserspritzer. In Pfützen spiegeln sich der Himmel, die Bäume oder man selbst. Man könnte also getrost lebensweisheitlich sagen: "Nervt Dich der Regen, dann such Dir ne Pfütze". Vielleicht wird dann nicht ALLES gut, aber der Moment wird zumindest besser. Und das ist doch auch schomma watt...


Der kleine Weg am Essener Baldeneysee links vom Haus Scheppen ist übrigens IMMER eine gute Wahl. Zumindest für schöne Fotos. Dort habe ich vor 2-3 Jahren mal eins meiner liebsten All-time-favourite-Fotos gemacht, das bei mir im Wohnzimmer überm Sofa hängt. Ich habe es "Der alte Mann und der Rabe" getauft, weil...weil eben. Da ist halt n alter Mann und ein Rabe drauf. Einfache Kiste.


Auch wenn ich ein großer Herbstfan bin, freut es mich, dass an der Stelle aktuell aber noch reichlich Blätter an den Bäumen hängen. Schließlich müssen die sich ja für die anstehende Runde #halloherbst14 (...macht Ihr wieder mit?! Los, sagt JA!) erst noch gülden verfärben und sanft gen Boden segeln, damit ich meinen Herbstfetisch auch angemessen ausleben kann...



Ach so, aus der Reihe "Doof bleibt doof": Ich bin extra zum Baldeneysee gefahren, um dort mit meiner Spiegelreflexkamera ein Bild für die heutige Ausgabe von Fees und meinem Projekt "Foto der Woche" zu machen. Aber meine Speicherkarte hatte ich schön zu Hause gelassen. Deshalb besteht dieser Post tatsächlich nur aus Handybildern. Naja. Darf auch mal sein. Vor allem dann, wenn so reizende Kollegen wie der schwatte Schwan etwaige Qualitätseinbuße mit grazilen Verrenkungen locker wett zu machen wissen...


Aber nachdem der Kollege geschnallt hatte, dass in meiner Tüte kein Brot, sondern Konfetti raschelt, hat er mich middm Hintern auch schon nicht mehr angeguckt.

So. Konfetti. Im See. Biologisch sehr abbaubar. Natürlich. (Alles für die Kunst, also bitte nicht schimpfen oder verhaften!)


Während ich mit ein paar anderen Ommas und Oppas den kleinen Weg entlangschluffte, ist mir mal wieder bewusst geworden, warum ich es dort so mag: Da ist ganz viel Hell und ganz viel Dunkel. Mit anderen Worten: tolles Licht. Außerdem ist dort der Bikertreff und es gibt Currywurst und Pommes. Currywurstpommesorte sind immer gute Orte. 


Aber irgendwas ist ja gewohnter Maßen immer und in diesem Falle musste ich mit Betrüben feststellen, dass man Spiderman keine würdige Grabstelle zugewiesen hat. Ganz davon abgesehen, dass Spidermans Grabstelle die Vermutung nahe legt, dass Spiderman tot ist. Auch kein schöner Gedanke. (Aber Hauptsache Batman lebt noch!)


Als ich später Berit eins der folgenden Blattfotos gezeigt habe, bekam ich "Ach Du SCHEISSE! SOOO sehen die Blätter schon aus?" zu hören. Ich so: "Ja!". (Sonst gäbe es ja kein Foto davon, ne? ) Und Berit dann so: "Scheiße, dann ist wirklich schon Herbst."

Schweigen.

Aber dann hab ich es doch noch zugegeben: "Naja, das Blatt hing an einem heruntergefallenen Ast...". Also: Ehe Ihr jetzt einen Herbstschock davon tragt: Keine Panik, alles noch im grünen Bereich! (Auch wenn mein neuer Wintermantel und ich das gerne anders hätten...)


Ommas und Oppas gucken übrigens höchst irritiert, wenn man Konfetti in Pfützen wirft. Aber erstaunlicher Weise hat NIEMAND gemeckert!


Auf dem Heimweg kam ich dann an einem Straßenspiegel vorbei. Vollbremsung und erst mal rumgepost. Nun stand mein Auto auf der einen Seite der Fahrbahn und ich auf der anderen. Für Gegenverkehr also etwas ungünstig. Und während ich da so rumhampelte, fuhr ein Auto auf mich zu. Ich so: unschuldiger Bambiblick. Das Auto hielt neben mir und ich konnte einen sehr betagten Herren hinterm Steuer erkennen. Und in dem Moment, in dem ich mit Kloppe, Schimpfe und Gemecker rechnete ("Määäädchen, watt stehste denn hier mittn auffe Straße rum? So geht datt abba nich! Wenn datt jeder machen würde...?!"), ploppte ein breites Grinsen im Oppagesicht auf und er rief: "Schön! Hasse Spaß? Find ich gut! Weiter so!".

Konfetti hin, Pfützen her...DAS war mit Abstand der schönste Moment des Tages!


Also: Geht raus und habt Spaß!  

Merke: Eine Ersatzspeicherkarte im Auto deponieren!

18. August 2014

Ganz viel Krachmacherwasser und ganz viel Gejammer

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, die weltbewegendste Nachricht vorab: Ich habe mir einen neuen Wintermantel gekauft! Und während Jan und Mann darüber jammern, dass das Wetter grad so herbstlich vor sich hin ollt, sitze ich hier und denke: "Hallo? Kann es bitte wenigstens noch einen Tacken schlechter sein, damit ich wie ein stolzer Pfau in meinem Mantel durch die Gegend patrouillieren kann?!". In der Nacht von Freitag auf Samstag habe ich in meinem neuen Wollgefährten sogar einfach so im Wohnzimmer rumgesessen. Ganz alleine. Weil für schön und so. Na gut, irgendwann bin ich dann ins Bett gegangen. Ohne Mantel. Nicht dass Ihr denkt, dass ich sowas ne ganze Nacht durchziehe. Selbst meine Beklopptheit kennt Grenzen!

In Garmisch soll es derzeit aber noch kälter sein als im Ruhrgebiet. Und wenn ich jetzt dort wäre, würde ich mit meinem Neuerwerb sicherlich durch eine Klamm tapern. Dort isset nämlich immer angemessen nasskalt. (Vielleicht heisst sie deshalb auch "Klamm"?! Naja, wahrscheinlich nicht.)

Ihr wisst nicht was ne Klamm ist?! Eine Klamm ist eine enge Schlucht im Gebirge. Die Felswände haben teilweise einen starken Überhang und daraus resultiert, dass...äh...ich sachet mit Wikipedia: dass die Breite des Tals in der Höhe teilweise geringer ist als am ganz vom Fluss oder Bach ausgefüllten Talgrund.

So. Den Satz schnalle ich selber nicht so richtig. Deshalb nomma in gut Pottdeutsch: Da fließt und strömt ganz viel - teilweise reißendes - Wasser durch und datt sieht gut aus. Mehr als gut: beeindruckend.


Aber fangen wa ma vorne an: Vor der Garmischer Partnachklamm kann man nicht parken. Das bedeutet, dass man da hinlaufen muss. Sagenhafte 2,5 Kilometer weit. Also wenn man auf dem nächstgelegen Parkplatz parkt. Vom Ruhrgebiet aus wäre es natürlich ein bisschen weiter.

So. Nun sieht die Sachlage folgendermaßen aus: Wenn ich schon durch so ein Naturdenkmal wandere, dann will ich da noch nicht auch noch HINWANDERN müssen. Das ist eindeutig zu viel verlangt. Und deshalb habe ich mich kutschieren lassen...


Normalerweise bin ich alles, aber kein Fan von Pferden, die man vor Kutschen klemmt oder auf Weihnachtsmärkten und Co. stupide im Kreis laufen lässt. Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen und ich fahre mit ner Droschke. Und als ich da aufm Kutschbock hockte, habe ich mit großer Zufriedenheit feststellen dürfen, dass sich der Kutscher höchst fürsorglich um das Fernbleiben fieser Bremsenteufel bemühte. Wann immer so ein Kackviech auf den Rücken der beiden Pferde Platz nahm, schubste er sie sanft mit der Peitsche weg. Schön für die Pferde, aber nicht so schön für mich, denn wenn die Kackviecher nicht die Pferde aussaugen, dann landen sie wo? Bei mir! Und wie sehe ich alter Bremsenstich-Allergiker dann aus? So:


Mein Blog ist übrigens ein Bremsenstich-Expertenblog. Wenn man "Bremsenstich" googlet, dann landet man nämlich sofort bei mir. (Falls Ihr glaubt, dass man über die Suche nach dem Wort "Ruhrgebiet" zackig bei mir landet, habt Ihr Euch geschnitten. Zu mir gelangt man auf der Suche nach "Kackwurst" und "Bremsenstich". Hier gibbet nämlich so ne Funktion, mit der ich die Suchanfragen akribisch überwachen kann. Und ich sachet Euch: Für nix steht mein Blog so hoch im Kurs wie für die olle Kackwurst, die ich mal gebacken habe, und die eigentlich ein Schlangenkuchen werden sollte. Tja.)


So. Aber zurück zur Klamm. Die Kutsche parkt und ich möchte mit der Seilbahn an das obere Ende des Weges fahren, um dann BERGAB durch die Klamm zu wandern. Bergab laufen finde ich nämlich ganz okay. Aber der Seilbahn-Onkel sacht: "Is nich!", denn am Vortag hatte es SO stark geregnet, dass die Klammwege SO rutschig wären, dass man sie an diesem Tag nur BERGAUF begehen dürfte. PHÖ! 

Ich jammer ein bisschen, lasse mich von meinem verwandtschaftlichen Begleitungstrupp auslachen und dann betreten wir die Klamm...


...und ZACK halte ich die Klappe, denn ich bin hin und weg! Für die nächsten 702 Meter klemme ich mich hinter meine Kamera und mache locker ein paar Hundert Fotos. Davon zeige ich Euch nun läppische 4. Nicht etwa, um Euch nicht zu langweilen, sondern weil das Wasser meine Kamera so sehr in Mitleidenschaft gezogen hat, dass die meisten Fotos einfach nix geworden sind.


Nun kann man sich anhand der Bilder nur so mittelgut vorstellen, dass strömendes Wasser ja auch ordentlich Krach macht. Aber schönen Krach...


So. Ganz viel gestaunt, alles wirklich sehr, sehr toll gefunden und kein bisschen gejammert (müde, Pipi, kalt, nass, anstrengend, wie lange noch?!). Aber wenn feddich is, is feddich und dann könnte da doch bitte wieder so ne Droschke stehen und mich zum Auto zurückbringen. Da stand aber keine Droschke am Ende der Klamm. Da war zu meinem größten Unverständnis noch nicht mal ne Seilbahnstation! Da waren einfach nur Wege. Und die gingen weiter bergauf.


Und weil ich da ja schlecht sitzen bleiben konnte, hab ich mich altes Brauereipferd da hochgehievt, obwohl es mir wirklich nicht einleuchten wollte, warum wir so viel bergauf laufen müssen, wenn wir doch eigentlich wieder runter wollen. Ist doch alles andere als logisch, ne?! ("Das ist bestimmt der FALSCHE Weg! Das ergibt doch GAR KEINEN Sinn!")


Nun hatte der Verwandtschaftstrupp aber irgendetwas von einer Brücke gelesen, die sich in Höhe von 68 Metern ÜBER der Klamm befinden sollte. Und da wollte der Trupp hin. Jammer, jammer, jammer...und wer fand den Ausblick von der Brücke dann schlussendlich am tollsten? Ich natürlich. Manchmal muss man sich zu seinem Glück wohl einfach zwingen lassen...


Und dann gab es endlich watt zu essen. Schließlich jieperte ich zu diesem Zeitpunkt schon seit 2 Tagen nach einer Leberknödelsuppe und wurde somit in der Graseck-Almwirtschaft "Hanneslabauer" für meine Qualen angemessen entlohnt.


Bis zur Seilbahn waren es danach zum Glück nur noch ein paar Meter. Diese Seilbahn ist übrigens eine besondere Seilbahn, denn es handelt sich dabei um die älteste Kleinkabinenbahn der ganzen weiten Welt!


Also ab ins Tal damit und dann? Dann stand da keine Droschke und ich musste die 2,5 Kilometer zum Auto laufen. Läbbn is hart, aber eigentlich bin ich nur n bisskn doof (und faul) und habe in Wahrheit wirklich immer richtig Spaß inne Bäckchen, wenn ich meinen Kumpel, die Kamera, mit dabei habe und tolle Fotos machen kann.

Ich fasse zusammen: Die Partnachklamm ist der Hammer, Leberknödelsuppen sind lecker und mein neuer Mantel ist schön. Damit wäre für heute alles gesagt.

Merke: So ne Klamm vereist im Winter.
DAS muss auch sagenhaft aussehen!

15. August 2014

Einfach ist vor allem eins: einfach!

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, erinnert Ihr Euch an meinen Post in Sachen "Du musst Dein Ändern leben" und "einfach machen"? Da wollte ich spontan mal sportlich werden und mich mindestens genauso spontan gesund ernähren. Hat geklappt. Kurz. Aber gestern habe ich mal wieder dran gedacht. Also nicht an Sport und gesunde Ernährung, sondern daran wie toll, wichtig und richtig "einfach machen" ist.

Nike hatte zum Wohnzimmerkonzert mit John Allen und Joe Ginsberg eingeladen. Schon Anfang März fand eine Konzertrunde in ihrem Krefelder Wohnzimmerchen statt, aber damals habe ich abgesagt, weil ich mal wieder in der elenden Dentalhölle schmorte. Ich weiß noch, wie Nike mir im Vorfeld erzählt hat, dass sie John Allen im Vorprogramm von Frank Turner live gesehen hatte. Und weil sie ihn so klasse fand, hat sie ihn einfach angeschrieben und "Ey, Wohnzimmerkonzert?!" gesacht. Und John hat "Joa, gerne. Musse ma meine Agentur fragen" geantwortet. Das hat Nike einfach gemacht. Und die Agentur hat dann einfach JA gesagt. 


So. Jetzt mag man erst mal denken "Naja, nett. Wohnzimmerkonzertchen halt." Aber mal im Ernst: Wann macht man sowas schon mal?! Eben. NIE! Und warum nicht? Weil man eben einfach nie einfach macht. 

Während ich dann gestern auf Nikes Wohnzimmerboden hockte und zu Herrn Allen aufblickte, hat es mich wirklich gepackt. Das Gefühl wie toll das Leben sein kann, wenn man sich einfach traut. Wenn man fragt, wenn man redet, wenn man macht. Wenn man anfängt, mit "Ja, aaaaber..." aufzuhören. Wenn man mutig ist. 

Und so saß ich da mit einem stillen "Boah, alles ist möglich"-Gefühl. Und wollte machen. Alles irgendwie. Und weil ich spontan noch nicht weiß was "alles" ist, sitze ich hier und schreibe wenigstens drüber. Aber gleich mache ich was. Vielleicht nicht alles. Aber ich werde anfangen. Ich werde anfangen, mit "Ja, aaaaber..." aufzuhören. Und darauf freue ich mich.

Es ist vielleicht ein bisschen wie mit dem Bloggen. Als ich vor 5 Jahren ins Ruhrgebiet zurückgekehrt bin, kannte ich hier so ziemlich nix und niemanden, hockte doof auf meinem Sofa rum und war ganz schön alleine. Irgendwann habe ich dann diesen Blog gestartet. Nicht, um Leute kennen zu lernen, sondern um zu schreiben. Und plötzlich hatte ich Spaß, lernte tolle Menschen kennen, fand Freunde und mein Sofa musste immer häufiger ohne mich klar kommen. 

Und auch daran habe ich gestern denken müssen, als ich mit Berit, Fee, Jules, Nike und Vanessa auf Nikes großartiger Dachterrasse stand und eine "ironische Peacezeichenparty" feierte. Keine von ihnen würde ich ohne meinen Blog kennen. Keine von ihnen würde ich kennen, wenn ich nicht einfach gemacht hätte, obwohl ich vom Bloggen nicht den leisesten Schimmer hatte.


Liebe Nike, danke für den tollen Nachmittag. Danke fürs Einfach-Machen! Und danke für die Erinnerung an:



Merke: John Allen live sehen?! KLICK!



14. August 2014

Zwischen Monsterpranken und China

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, es ist mittlerweile tatsächlich schon Mooonate her, dass ich in der Essener Innenstadt in ein neues Geschäft gestolpert bin, dass mich fast all mein heimisches Mobiliar hätte wegschmeissen lassen. Warum nur fast?! Weil ich nicht Krösus bin. Also habe ich mich damit begnügen müssen, sämtliche Möbel und ganz viel tollen Killefitt einfach nur auf der Speicherkarte meiner Kamera mit nach Hause zu nehmen.

So. Die Rede ist von Bolia - der Möbelkette mit dem besten Slogan überhaupt...


Nun mag Bolia für den Einen oder Anderen vielleicht nix Neues sein. Miiiir war das dänische Unternehmen allerdings völlig unbekannt und so bin ich mit groooßen Augen und lechzendem Interior-Herzchen durch das Geschäft gewandelt und habe alles ausschweifend angeschmachtet...


Habt Ihr die sechseckigen Spiegel mit den Lederschlaufen gesehen?! Die hätte ich am liebsten geklaut! Das Gleiche gilt auch für dieses großartige Lederschlaufen-Regal...


Kennt Ihr das, dass die eigene Wohnung "fertig" a.k.a. "voll" ist und man einfach keine Möbel mehr kaufen kann, weil...WO SOLLEN DIE DENN HIN?! Ich muss jetzt also umziehen. Und reich werden. Aber nur ein bisschen reich, denn die Bolia-Schätzchen kosten mit Blick auf andere skandinavische (Design-)möbel wirklich nicht die Welt. (Okay, IKEA jetzt mal ausgenommen.) 


Es gibt übrigens einen guten Grund dafür, warum die Preise recht moderat sind: Bolia verzichtet auf fette Möbellager und hat demnach nicht einfach alles x-mal auf Vorrat irgendwo rumstehen. Das bedeutet, dass das Möbel, das man kauft, erst im Zuge der jeweiligen Bestellung extra angefertigt wird. Datt spart Kosten und bedeutet eine - meiner Meinung nach - humane Wartezeit von 2-5 Wochen.

Naja. Bis ich eine neue Wohnung habe (eher scheint der liebe Gott noch Hirn statt bezahlbaren, schnieken Wohnraum vom Himmel zu schmeissen!) kehre ich nun einfach regelmäßig bei Bolia ein und mache es mir dort bequem. Das funktioniert nämlich behelfsweise hervorragend!


Der China-Spruch steht übrigens auf einem Geschirrhandtuch und ohne Quatsch...ich denke JEDESMAL, wenn ich China lese, an Porzellan! Es gibt nämlich ein altes Lied von T'pau - China in your hand - und irgendwann habe ich dann mal geschnallt, dass NICHT das Land gemeint ist. Zum Glück erschlaut man manchmal mit den Jahren. Naja, zumindest teilweise.

Aber zurück zum Möbelglück. Bolia hat sehr offensichtlich ein tolles Interior-Stylisten-Team, denn das Geschäft ist wirklich toll aufgemacht. Es gibt sooo viel zu gucken und damit meine ich noch nicht mal die Möbel, sondern die tollen Ideen, mit denen alles in Szene gesetzt wird...


Mit sowas kriegt man mich ja! Da hätte ich plötzlich gerne Steine in meiner Wohnung und dieses Fadendings da oben erst recht. Und Monsterpranken sowieso...


Ebenfalls schön: Die vielen kleinen Hinweise, mit denen die Ausstellungsstücke versehen sind. Ich weiß gar nicht genau wie ich es beschreiben soll. Also ein Beispiel: Ich mag Postkarten, Bilder und Fotos mit tollen Motiven. Aber wenn sich das dann noch mit einem guten Spruch paart, dann potenziert sich das Mögen noch mal um ein Vielfaches...


Hach...und man reiche mir bitte ganz viele Regalbretter in Roher-Holz-Optik! Und diese tollen Minilämpchen uuuund eine Küchentheke, damit ich mir endlich Barhocker anschaffen kann. Ich mag Barhocker nämlich. Und das, obwohl meine Beine dafür in der Regel zu kurz sind und ich mit ihnen dann rückenschmerzig rumbaumeln muss...


Und wenn ich schomma dabei bin: Ich nehme auch alles aus dem folgenden Regal, was nicht gelb ist. In meiner Wohnung herrschen nämlich strenge Farbgesetze und es sind als Akzentfarben nur Violett, Aubergine und Grün erlaubt. Aber Holz, Chrom, Schwarz und Weiß haben ebenfalls einen Freifahrtsschein.


So. Ich hoffe, Ihr habt mitgeschrieben und in Kürze treffen bei mir ganz viele Bolia-Artikel ein?! Aber für den Zweifelsfalls wiederhole ich mich an dieser Stelle gerne: Ich möchte die sechseckigen Spiegel, das Lederschlaufen-Regal und alles andere. Danke. 

Meinen doofen Gesichtsausdruck interpretiert Ihr bitte als Möbelsehnsucht gepaart mit dem "Kein-Geld-und-kein-Platz"-Dilemma. (Aber für die mopsigen Arme finde ich leider keine angemessene Ausrede. Obwohl. Doch. Das liegt natürlich nur am Licht!)


Falls ich Euch jetzt angefixt haben sollte, dann sei allen Leutchen, die nicht im Pott wohnen, um in die Essener Bolia-Filiale zu pilgern, gesagt, dass es weitere Geschäfte in Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt und Nürnberg gibt. Und online gibbet das schöne Gedöns HIER.


So. Ich düse jetzt gleich nach Krefeld. Dort veranstaltet die liebe Nike nämlich ein Wohnzimmer-Dachterrassen-oder-irgendwas-dazwischen-Konzert mit Joe Ginsberg und John Allen. Mitten am Tach. Find ich gut!

Und beim nächsten Mal sehen wir uns wahrscheinlich wieder in Garmisch. Oder im Flammkuchen-Himmel. Ich hab gestern nämlich meinen Besuch mit einer Trilogie verköstigt. Lekkilekki!

Merke I: Suche Wohnung und neuen Rücken. Angebote willkommen.

Merke II: Dies ist KEIN gesponserter Post.
Ich schreibe sowas auch einfach, weil ich Bock drauf hab!

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